Facetterreicher Big Band Sound

Freitag, 24. November 2017

Erlen. Am Jahreskonzert in der Mehrzweckhalle Erlen gab die Black Jacket Swing Big Band mit ihrem Gastsänger Daniel Picinelli einen Vorgeschmack auf ihr Sommerprojekt „A Tribute to Bella Italia“.

Daniel Picinelli hat eine langjährige Bühnenerfahrung und war für das Sommerprojekt der Black Jacket Swing Big Band sofort zu begeistern. Es wird am 23.Juni 2018 im Pentorama in Amriswil aufgeführt. Am Konzert in Erlen legte sich der Sänger aus Sulgen nach dem voll Sehnsucht triefenden Klassiker „O Sole mio“ bei Lucio Battistis Lied „Il tempo di morire“ so ins Zeug, dass er, bevor er das nächste Lied ansagen konnte, erst einmal nach Atem ringen musste. Dasselbe Schicksal ereilte kurz darauf Bandleader Nik Studer, der sich beim Mundharmonika-Solo zu „Sweet Home Chicago“ nicht minder verausgabte.

Die Soloparts der einzelnen Musiker sind eine der grossen Stärken der Band. Da rasen die Finger über die Tasten des Pianos, heulen die Saiten der Gitarre auf und wirbeln die Töne von Saxofon oder Trompete in virtuoser Harmonie gegen das Trommelfell der Zuhörer. Die Spielfreude wird greifbar und mit spontanem Applaus quittiert. Nebst Daniel Picinelli trat mit Chris Knecht ein weiterer Gast auf. Umrahmt vom Sound der Big Band zog der Bluesmusiker und –sänger das Publikum in den Bann und überzeugte ebenso im Duett mit der bandeigenen Sängerin Lilian Mettler.

Die Macht ihrer schönen Stimme demonstrierte Lilian Mettler besonders beim Titel „That ole Devil called Love“, den sie mit grosser Intensität, sanft und eindringlich interpretierte. Wie Nik Studer bereits bei der Begrüssung des Publikums angekündigt hatte, waren die reinen Instrumentalstücke in diesem Jahr durch die Vorschau auf das Sommerprojekt in der Minderheit. Mit ihren Instrumentalstücken brachte die Band das Publikum jedoch gleich zu Beginn des Konzerts und nach der Pause in die richtige Stimmung.

Hannelore Bruderer
Neuer Anzeiger für das AachThurland und die Region Bürglen

A Tribute to Ray Charles and Stevie Wonder

2. März 2015

Flawil. Mit "A Tribute to Ray Charles and Stevie Wonder" gab die Black Jacket Swing Big Band im fast voll besetzten Lindensaal ein grossartiges Konzert. Gehuldigt wurden zwei Soul-Grössen, aber auch dem Ort, an dem die Band einst entstand. Ein alle Erwartungen übertreffender Aufmarsch zum Lindensaal, mitreissende Solisten und eine perfekte Akustik- es waren die Säulen, die das Konzert am Samstagabend zum überwältigenden Erfolg werden liessen.

Mitgewirkt hat dabei natürlich auch das Repertoire. "A Tribute to Ray Charles and Stevie Wonder" war eine Huldigung zweier grosser Komponisten, Texter und Interpreten. Nur die berühmtesten aller berühmten Hits der dem Soul verpflichteten Künstler konnten ins Programm aufgenommen werden. Dass die Black Jacket Swing Big Band auch verwandte Metiers beherrscht, zeigte Arrangeur und Leiter Nik Studer mit geschickt platzierten Ausflügen zu Rock, Swing und Jazz....So unterschiedlich aber die Stile Swing und Soul auch sind, für Studers Band scheinen die Grenzen oben.

Wie viel Arbeit aber dahinter steckt, kann sich der Zuhörende kaum vorstellen. Muss er auch nicht. Das Publikum lohnte den Aufwand mit seiner Präsenz. Nur die beiden letzten Stuhlreihen blieben leer, das bedeutet nahezu 600 Fans.Dan kam der "Star" auf die Bühne, Malcolm Green. Es war definitiv der Zeitpunkt, an dem der Abend lanciert war....Und auch das Publikum ging mit, schon wieder hielt es niemand mehr auf den Stühlen. "We are rolling" sangen Green/Dierauer/Mettler und "es fäget aifach!" rief eine Zuschauerin voller Begeisterung.

MICHAEL HUG im Tagblatt

Quelle: ​https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/wil/soul-rock-und-es-faeget-aifach-ld.464809